Frauen rächen anders


Der Roman “Die 50 besten Morde – Frauen rächen anders” passt wie manche meiner Geschichten in kein Verlagsprogramm. Es ist kein Krimi, obwohl 50 Morde vorkommen und es ist kein Frauenroman – weil 50 Morde vorkommen. Er erzählt eine Geschichte, die viele erlebt haben, und er erzählt von einer Frau, die aus einem Rückschlag Kraft geschöpft hat, wenn auch auf ungewöhnliche Weise.

Kerstin war sechs Jahre für das Unternehmen “Youth Paradise” tätig und dort verantwortlich für das Marketing der “Jupas”, der Jugendpaläste, in denen Jugendliche sich treffen und unterhalten konnten. Nach einem Wechsel in der Führungsetage wird ihr völlig unerwartet gekündigt. Sie scheint den Boden unter den Füßen zu verlieren. In einem Forum im Internet findet sie Halt. Sie schreibt sich ihre Wut von der Seele und schildert, wie sie ihren Chef aus Rache umbringen könnte. Rachegedanken, die ihrem Leben eine ganz neue Wendung geben. Frauen rächen eben anders!

Wie viele meiner Bücher, so hat auch dieses E-Book eine Geschichte. Sie beginnt am 15. März 2004, als mein neuer Chef völlig überraschend in meinem Büro auftauchte und mir kündigte. Wie Kerstin in meinem Roman musste ich das Unternehmen unverzüglich verlassen und durfte mich nicht von meinen Kollegen verabschieden. Bis heute kann ich die Hintergründe nur erahnen. Ich habe noch am gleichen Tag begonnen, Tagebuch zu schreiben, manches, was Kerstin erlebt, stammt aus diesen Notizen. Die Idee, einen Roman daraus zu machen, entstand erst später, allerdings fehlte mir immer ein passender Schluss. Als ich die Fragmente vor drei Jahren erneut las, war mir plötzlich klar, wie die Geschichte enden konnte.

Nachdem inzwischen die Gesellschafter des Unternehmens gewechselt haben und dort kaum noch ehemalige Vorgesetzte, Kollegen und Mitarbeiter tätig sind, habe ich entschieden, mit der Veröffentlichung des Romans genau zehn Jahre nach der Kündigung einen Schlussstrich unter diesen Abschnitt meines Lebens zu ziehen.

Wichtiger Hinweis
Ich habe mich bemüht, in dem Buch sämtliche Ähnlichkeiten mit den Menschen aus meiner realen Geschichte zu vermeiden. Deshalb habe ich zum Beispiel die Namen der Mordopfer ausgelost. Ich stellte fest, dass es kaum möglich ist, Namen zu finden, die im Bekannten-, Kollegen- oder Verwandtenkreis NICHT auftauchen. Falls also jemand denkt, er sei mit einem Namen gemeint, kann ich ihn beruhigen. Ich habe mich bei der Wahl der Namen von den Listen der beliebtesten Namen in den verschiedenen Jahren leiten lassen und aus diesen Namen jeweils einen ausgelost.